Trend ist nicht gleich Trend. Das Spektrum reicht vom riesigen Megatrend wie der Digitalisierung über Konsum- und Produkttrends bis hin zum superkurzen Hype. Für Marken sind Trends aus mehreren Aspekten ausschlaggebend:
- Aufmerksamkeit: Brands, die Trends kennen und nutzen, erzielen mehr Aufmerksamkeit, da sie aktuelle Themen aufnehmen
- Relevanz: Marken, die Trends aufnehmen, bleiben am Puls der Zeit und werden als innovativ aufgenommen.
- Differenzierung: Trends bieten Brands die Möglichkeit, sich stärker von der Konkurrenz zu differenzieren.
1. Nische schlägt Mainstream
Kund:innen bewegen sich immer mehr in Subkulturen, die exakt ihren Interessen entsprechen. Marken, die die eigene Community sowie deren Humor, Art und Channels verstehen, können die User:innen direkter ansprechen und eine stärkere Verbindung schaffen.
Ein Beispiel: Figma, eine kollaborative Design-Plattform für UI/UX-Designer:innen, versteht es meisterhaft, die Zielgruppe auf ihrem Instagram-Kanal durch nischigen Humor anzusprechen. Um die Memes zu verstehen, benötigt man Spezialwissen, das so nur innerhalb der Figma-Community existiert.
2. Radikal echt statt Hochglanz
In einer Welt voller inszenierter Kampagnen und gestellter Werbeaktionen sehnen sich Kund:innen nach ungeschönter Wahrheit. Der Trend weg von polierten Werbebotschaften ist für Marken die Chance, durch ehrliche Kommunikation Vertrauen zu gewinnen.
Wer auf die Hochglanz-Optik verzichtet, hebt sich ab. Das zeigt die Skin-Care-Brand The Ordinary: Sie wirbt ganz nüchtern mit der Tatsache, dass ihre Produkte von Wissenschaftler:innen stammen. Und da diese nun mal keine Marketing-Gurus sind, wirkt der gesamte Auftritt dezent und glaubwürdig.
3. Smarte Crossover-Coups
Brands suchen heute gezielt nach Möglichkeiten, ungewöhnliche Collabs einzugehen. Daraus können sie strategisch ihre Zielgruppe erweitern oder Zielgruppen ansprechen, die sie bis anhin nicht erreicht haben.
Ein starkes Beispiel: Porsche platzierte einen SUV im Game Resident Evil. Ein subtiler Move, um die Gamer-Zielgruppe frühzeitig abzuholen.
4. Popkultur als Sprungbrett
Popkultur-Trends bringen ihre eigene, grosse Audience direkt mit. Sie sind für Marken das ideale Sprungbrett, um sich im Handumdrehen Relevanz zu sichern. Wer schnell reagiert und den Zeitgeist nutzt, erzielt eine hohe Aufmerksamkeit.
Ein Beispiel: Als Model Gigi Hadid ihr Rezept für Wodka-Pasta teilte und viele Menschen das Rezept nachkochten, reagierten Heinz und Absolut sofort. Sie bündelten ihre Kräfte und brachten in kurzer Zeit eine limitierte Wodka-Pasta-Sauce auf den Markt.
5. Lifestyle & Socializing
Immer mehr Marken setzen auf Lifestyle-Trends. Der Fokus liegt darauf, dass User:innen Teil einer Community werden und Erlebnisse aktiv teilen. Wenn Produkte mit einer geteilten Identität verknüpft werden, schafft das hohes organisches Engagement.
Ein Beispiel: Die Sport-App Strava nutzte den grossen Running-Hype der letzten Jahre optimal aus. Sie integrierte eine Funktion, mit der User:innen ihre aufgezeichneten Laufstrecken direkt mit Fotos und Leistungsdaten als visuelle Story auf Social Media teilen können. Das bedient das Bedürfnis nach Selbstdarstellung und macht Nutzer:innen zu aktiven Markenbotschafter:innen.
Brand Trends: Gewusst wie richtig nutzen
Ein Trend wirkt erst, wenn er strategisch zur Brand passt. Vor der Umsetzung hilft ein Blick auf die eigene Positionierung. Diese fünf Fragen unterstützen Marken dabei, bei aktuellen Themen präsent zu bleiben und Trends erfolgreich einzusetzen:
- Was läuft in der Welt? Welche Themen bewegen?
- Was macht meine Zielgruppe? Gibt es neue Zielgruppen?
- Welche Werte vertritt meine Marke? Was für eine Tonalität hat sie?
- Wo gibt es neue Möglichkeiten? Welche Chancen sollten wir nutzen?
- Is it shareable? Löst es etwas aus?
Wo trendet deine Marke?
Eine spannende Frage, die wir gerne als Sparringpartner mit dir und für dich beantworten. Kontakt-Link siehe Footer.

