Die Session startete mit einer Beichte: Nando hat seit April 2026 keine einzige Zeile Code mehr geschrieben. Diese Aufgabe bewältigt KI heute besser und schneller als der Mensch. Aber nur unter einer Bedingung: Programmierer dürfen sich nicht mit Vibe Coding zufriedengeben. Sie müssen aus dem Maschinenraum auf die Kommandobrücke wechseln und dank Agentic Engineering den Kurs der Technologie bestimmen.
Um das Upgrade der eigenen Rolle und das Teamwork mit KI-Agenten zu veranschaulichen, setzte der Festländer ebenfalls auf eine nautische Analogie. Das präsentierte Rollenmodell bezieht sich auf die Code-Entwicklung, lässt sich aber 1:1 auf andere Disziplinen adaptieren, innerhalb von Kreativagenturen ebenso wie in anderen Branchen.
Kapitän:in (Mensch)
Der Mensch gibt die Kontrolle nicht ab, sondern verlagert sie auf ein höheres Level. Als Kapitän:in wird das Schiff gesteuert, indem die Bedürfnisse der Kundschaft evaluiert, strategische Architekturentscheidungen getroffen und die Arbeiten der Crew am Gate geprüft werden.
Sextant (Frontier-Modell)
Leistungsstarke Flaggschiff-Modelle dienen als Navigationsinstrument. Sie verarbeiten komplexe Kontexte und liefern fundierte Entscheidungsgrundlagen. Sie treffen keine eigenständigen Kursentscheidungen, sondern zeigen auf, wo Klippen und wo freie Fahrt zu erwarten sind.
Matrosen (Agenten)
Unter Deck arbeiten zielgerichtete Sub-Agenten für klar abgegrenzte Manöver. Anstatt ein einzelnes KI-Modell alles machen zu lassen, teilen sich spezialisierte Einheiten die Arbeit auf.
Zielhafen (Kunde)
Am Ende bestimmt die Reederei, sprich der Agenturkunde bzw. dessen Markenstrategie, wohin die Reise geht. Erst wenn Ziele und Anforderungen in messbare Kriterien übersetzt werden, kann die Crew den optimalen Kurs berechnen.
Danke, Nando, für die spannende Reise in deinen Berufsalltag mit ebenso aktuellen wie konkreten Beispielen. Schön, dich fix an Bord zu haben.


