June 10, 2022

Klarheit zum neuen Google Analytics 4

Per 1. Juli 2023 wird Google Analytics (Universal Analytics) eingestellt und erhält mit Google Analytics 4 eine komplett neue Software als Nachfolgeversion. Ab diesem Zeitpunkt haben User*innen die Möglichkeit, Daten noch für mindestens 6 Monate einzusehen – eine aktive Auswertung aber findet ab diesem Zeitpunkt nicht mehr statt.

Illustration von drei freundlichen Robotern in Blau, Orange und Grau, einer mit wilder Frisur, einer mit Hirn und Brille, einer mit der Zahl 314.
Screenshot der Startseite von Google Analytics 4 mit Kennzahlen zu Nutzern, Interaktionsdauer, Echtzeit-Nutzern und Top-Ländern

Das Wichtigste zur Migration auf einen Blick:

  • Google Analytics 4 (GA4) ist eine neue Software, d.h. kein Update, sondern eine Neuinstallation.
  • Es können keine Analyse-Daten von Universal Analytics (UA) zu GA4 migriert werden.
  • Daten sollten ab sofort zusätzlich in GA4 gesammelt werden, um Erfahrungs- und Vergleichswerte zu den bestehenden Daten zu erhalten.
Illustration eines Roboters mit sichtbarem Gehirn und Brille zwischen Bücherstapeln – Sinnbild für Machine Learning in GA4

Intelligenter: GA4 denkt mit

Google Analytics ist in der Version 4 fundamental neu aufgebaut – sowohl visuell, als auch technisch. Denn neu nimmt Machine Learning eine zentrale Rolle ein. So können nun für Websites, Shops oder Apps stark individualisierte, automatisierte und intelligente Auswertungen vorgenommen werden.

Illustration eines Roboters mit auffälliger oranger Frisur zwischen zwei einfachen Robotern – Sinnbild für das individuelle Design von GA4

Individueller: User*innen-zentriertes Design

Wer Google Analytics 4 zum ersten Mal öffnet, kommt sich unter Umständen komplett verloren vor. Simple Fragen wie: «Wo finde ich die Bounce Rate?» oder «Wo finde ich die Liste der meist aufgerufenen Seiten?» können aufgrund der neuen Struktur nicht sofort beantwortet werden – oder im Fall der Bounce Rate gar nicht mehr, da sie durch die Interaktionsrate ersetzt worden ist.

Neu orientiert sich die Darstellung der Berichte konsequent an der User Journey, entlang der Stationen Akquisition, Engagement, Monetarisierung und Bindung. Die zuvor so lange Navigationsleiste wurde aufgegeben, dafür sind Detailberichte im neuen Google Analytics nur via Klick auf die jeweiligen Kacheln in den Übersichten zugänglich.


Visuell ansprechende und aussagekräftige Datenanalysen sowie Dashboards lassen sich in Google Analytics 4 nun individuell zusammenklicken. Die Funnel-Analyse beispielsweise kann dafür mittels bestehender Vorlagen angelegt werden.

Illustration eines Roboters mit Startnummer 314 zwischen zwei Hürden – Sinnbild für hürdenfreie Analyse ohne Cookies in GA4

Hürdenfreier: Analyse ohne Cookies

Google hat angekündigt, Analytics 4 in Zukunft ohne Cookies oder andere Identifier anzubieten. Doch bereits heute kann man die von Browsern ungeliebten Third-Party-Cookies umgehen: mittels Einsatz eines eigenen Servers zur Datenerhebung (Server Side Tagging). Schöner Nebeneffekt dabei ist, dass man gleichzeitig auch die Hoheit über die Daten behält.

Fünf Schritte in die Analytics-Zukunft

Wir raten unseren Kund*innen zu folgendem Vorgehen bei der Umstellung:

  1. Audit der bestehenden Trackings und Properties
  2. Gewünschte Trackings für GA4 spezifizieren
  3. Migration von Google Analytics UA zu GA4
  4. Einrichtung eigener Trackings via Google Tag Manager
  5. Einrichtung eines individuellen Dashboards

Muss es immer Google sein?

Es gibt weitere Anbieter von Tracking-Software wie z. B. Matomo, die speziell im Bereich Datensicherheit und Kundensicherheit Vorteile bieten. Dafür ist Google Analytics 4 im Basisumfang kostenlos. Ein Vorteil ist auch die nahtlose Einbindung in weitere Google-Produkte wie Tag Manager, Adwords, Datastudio oder SearchConsole. Überall dort, wo es nicht ganz spezifische Anforderungen an Auswertung oder Security gibt, dürfte deshalb die Google-Lösung die erste Wahl bleiben.

Screenshot eines Festland-Dashboards zu GA4 mit Kennzahlen zu Website, Kanälen, Besucherherkunft, Social Media und SEO-Sichtbarkeit

Klarheit mit Dashboards

Analyse-Softwares von Google oder anderen Anbietern bieten Online Marketern unbestritten eine breite Palette an Funktionen, um Daten von Websites, Apps und E-Commerce intelligent auszuwerten. Wer aber die Analytics-Oberfläche nur sporadisch konsultiert, verliert sich trotz übersichtlicher Darstellung schnell im Charts- und Daten-Dschungel.

Deshalb lohnt sich zur Darstellung der wichtigsten Kennzahlen der Einsatz eines interaktiven Dashboards. Solche können individuell konfiguriert werden und zeigen die wichtigsten KPIs und Zielgruppen auf einen Blick. Bei Festland setzen wir zur Erstellung das Google Datastudio ein, welches neben Google Analytics Daten auch die KPIs aus den Social Media Kanälen, eigenen Datenbanken oder aus SEO-Tools aggregiert und übersichtlich darstellen kann.

Die Fakten und Vorteile haben wir in unserer Lab Story zum Thema Dashboard zusammengefasst.

«Gerade für Präsentationen auf C-Level ist ein Dashboard, das die wichtigsten Zahlen auf einen Blick zeigt, Gold wert.»

Benedikt Skalsky
Leiter Digital, Festland

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kurz, knackig, klar.

Eine Umstellung auf Google Analytics 4 ist unumgänglich, auch wenn man sich erst an die neue Version gewöhnen muss. Eine Integration empfiehlt sich ab sofort oder zu einem passenden Termin wie z.B. den 1. Juli 2022 – ein Jahr vor Abschaltung der alten Version. Es lohnt sich, die Umstellung als Chance zu nutzen, im gleichen Zuge die KPIs  und die davon abgeleiteten Trackings zu konsolidieren.

Weniger ist oft mehr, um Klarheit zu erhalten. Darum empfehlen wir zusätzlich den Einsatz eines Dashboards zur einfachen Übersicht aller Online-Massnahmen.

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