Guter Text – drei Fragen an Christian Sidow

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Auch wenn wir Texter es nicht gerne hören, das Bild ist immer schneller als das Wort. Doch um ein Bild richtig zu verstehen oder ihm einen weiteren Sinn zu geben, braucht es halt schon ein paar Buchstaben und nicht nur Blindtext (siehe Frage). Es heisst zwar, ein Bild sage mehr als tausend Worte – aber versuch das mal mit einem Bild auszudrücken.

Woran erkennt man guten Lesestoff?

Das eine «gute Buch» gibt es nicht. Zum Glück sind auch beim Lesen die Geschmäcker verschieden. Ich persönlich habe Freude, wenn ein Buch mich in eine mir noch fremde (Gedanken-)Welt mitnimmt und mich das Gelesene auch nach der Lektüre nicht so schnell wieder loslässt.

Wie schreibt Festland gegen Nichtssagendes an?

Der unbedingte Wille, sich nicht mit der ersten Formulierung zufrieden zu geben oder nicht die erste Story-Idee zu realisieren, ist das Wichtigste. Oder, wie es mir mein Texter-Vater vor fast 20 Jahren mit auf den Weg gegeben hat: «Schreib, als müsstest du es selbst lesen.»

Christian Sidow stieg 1991 mit einer kaufmännischen Grundausbildung in die Werbung ein. Bildete sich später zum eidg. dipl. PR-Assistenten SPRG weiter und arbeitete als Texter/Konzepter bei verschiedenen Kommunikationsagenturen in Zürich. Christian unterrichtet regelmässig an der Schweizerischen Text Akademie und ist Mitglied der Account Planning Group Switzerland.

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